Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) und Cybersecurity – profitieren auch Sie von den staatlichen Zuschüssen?

Das Krankenhauszukunftsgesetz – profitieren auch Sie von der 4.3 Mrd € Förderung?

Das Krankenhauszukunftsgesetz, über dessen Basis nach dem Beschluss seit dem 01.01.2021 die Gelder ausgeschüttet werden, soll die Digitalisierung der Infrastruktur in Krankenhäusern vorantreiben. Mit dem Gesetz wird das durch die Koalition am 03.06.2020 beschlossene „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ gefördert und das KHZG ist am 29.10.2020 offiziell in Kraft getreten.

Dieses Vorhaben wird inzwischen mit insgesamt 4.3 Milliarden Euro gefördert. Die Länder und/oder die Krankenhausträger übernehmen dabei 30 % der jeweiligen Investitionskosten. Vorhaben an Hochschulkliniken können ebenfalls mit bis zu 10% des Fördervolumens des jeweiligen Landes gefördert werden.

Was genau wird gefördert?

„Gefördert werden Investitionen in moderne Notfallkapazitäten und eine bessere digitale Infrastruktur, z.B. Patientenportale, elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen, digitales Medikationsmanagement, Maßnahmen zur IT-Sicherheit sowie sektorenübergreifende telemedizinische Netzwerkstrukturen. Auch erforderliche personelle Maßnahmen können durch den KHZF finanziert werden.“ (Auszug aus dem KHZG)

Hierunter fallen somit u.a. die CyberSecurity Investitionen der Krankenhäuser, die durch Bund und Länder unterstützt werden sollen.

Wie sieht der Zeitplan für diese Förderung aus?

Noch bis 31.12.2021 können durch die Länder Anträge beim BAS gestellt werden. Einen genauen Zeitplan finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums:

Cybersecurity Maßnahmen für den Healthcare Bereich: z.B. im Netzwerk, bei Fernzugriff und bei Next-Gen Firewalls

Immer häufiger kommt es im Bereich Healthcare zu schweren Vorfällen. Im vergangenen Jahr hatte in Düsseldorf ein solcher Cyber Angriff auf das Netzwerk sogar ein Todesopfer zur Folge.  Ein Praxisbericht zur aktuellen Situation in Krankenhäusern findet sich hierzu im Handelsblatt.

Um schwerwiegende Szenarien wie dieses zu verhindern fördert der Bund den IT-Schutz u.a. in Krankenhäusern, Kliniken, Reha- und Pflegeeinrichtungen.

Empfohlene Maßnahmen für oftmals veraltete und nicht mehr zeitgemäße Hardware (z.B. durch fehlende Updates) sind unter anderem Wireless Access Points für das Patienten-Netz, das Netz für den internen Krankenhausbetrieb oder die Übertragung der medizinischen Daten von Intensivgeräten. All dies sind gern genutzte Eintrittspunkte für Hacker und Schadsoftware. Auf vielen Intensivgeräten sind noch veraltete Betriebssysteme im Einsatz, trotzdem müssen diese Geräte an das interne Netz angeschlossen bleiben. Zudem ist seit dem Beginn der Pandemie der Homeoffice- oder Remote-Zugriff eine zusätzliche große Bedrohung. Die Sensibilisierung der Mitarbeiter ist dabei ebenso wichtig wie die Technologie selbst.

Anbei eine schematische Darstellung, über welche Einfallstore Angriffe üblicherweise stattfinden und wie das Konzept der Multi-Layer-Protection von SonicWall im Rahmen der Boundless Cybersecurity diese abwehrt:

Ebenfalls gefördert: Cybersecurity in KRITIS Einrichtungen

Ab diesem Jahr kommen weitere Herausforderungen speziell auf die Einrichtungen zu, die zukünftig unter das Thema „Kritische Infrastrukturen“/KRITIS fallen.

Förderfähig sind laut Auszug des BGM folgende Organisationen: „Krankenhäuser, die Kritische Infrastrukturen darstellen, sind von den Fördermaßnahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes grundsätzlich erfasst. Speziell für Vorhaben, durch die eine Verbesserung der IT- bzw. Cybersicherheit erreicht werden soll (§ 19 Absatz 1 Satz 1 Nummer 10 KHSFV), gilt jedoch, dass Krankenhäuser, die als Kritische Infrastrukturen nach dem Krankenhausstrukturfonds (§ 12a Absatz 1 Satz 4 Nummer 3 KHG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe a KHSFV) förderfähig sind, von der Förderung über den Krankenhauszukunftsfonds ausgeschlossen sind. Dadurch soll eine Doppelförderung ausgeschlossen werden.“

Fragen und Antworten zum Gesetzestext des KHZG finden sich auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums. Den Gesetzestext des KHZG können Sie ebenfalls dort downloaden.

SonicWall Boundless Cybersecurity – ein Fallbeispiel aus der Praxis eines Krankenhauses

Wie die SonicWall Boundless Cybersecurity als gesamtheitlicher Ansatz bei einem Krankenhaus aussehen kann, erläutern wir Ihnen gerne am Fallbeispiel eines realen Krankenhausprojekts in Nordrhein-Westfalen:

Der Kunde nutzt für seinen Hauptstandort ein SonicWall Next-Generation NSa 6650 HA Firewall Cluster, unterstützt wird dieses von den SonicWall TZ470 Firewalls zur Segmentierung der weiteren Standorte. Der SonicWall NSM (Network Security Manager) ist die Zentrale für Management, Reporting und Analyse des gesamten Netzes inkl. der SonicWall Switche zur Segmentierung. Die Wireless Access Points SonicWave aus der 400er Serie decken das kabellose Netzwerk ab, welches in Patientennetz, internes Krankenhausnetz und den sensiblen Bereich Intensivmedizin unterteilt wird. Insgesamt könnten bis zu acht Netze mit Security Features realisiert werden. Des Weiteren hat der Kunde eine E-Mail Security Appliance im Einsatz, welche SPAM und AV Schutz für eingehende E-Mails liefert. Für den Remote Zugriff setzt der Kunde die SonicWall SMA (Secure Mobile Access) 8200v auf seiner eigenen VMware Umgebung als Virtuelle Appliance ein. Diese garantiert eine problemlose Umstellung zwischen Homeoffice oder dem Arbeiten vor Ort im Krankenhaus – insbesondere für die Krankenhausverwaltung während der Lockdown-Phasen in der Pandemie – und erlaubt ein sehr granulares Konzept der Zugriffsregelung, auch für Dienstleister, die nur auf bestimmte Netzbereiche Zugriff erhalten sollen um z.B. Remote-Updates zu fahren. Mit der SMA Lösung kann man Fremdgeräte ebenso wie Trusted-Devices kontrollieren und sicherstellen, dass kein unerlaubter Zugriff von außen stattfindet. Der Kunde setzt ein fast vollständiges Konzept aus dem SonicWall Produktportfolio ein – einheitlich über eine Konsole gesteuert und überwacht.

Sehen Sie hierzu auch unser Video, das das Boundless Cybersecurity Konzept in nur 10 Minuten anschaulich erklärt:

Welche SonicWall Produkte eigenen sich besonders zum Schutz von Krankenhäusern?

In der Praxis zeigt sich, dass die Herausforderungen von Krankenhäusern vor allem mit den folgenden SonicWall Lösungen sicher abgedeckt werden können:

Übrigens: Unsere ATP (Advanced Threat Protection) hat im ICSA Labs Test 100% der unbekannten Bedrohungen entdeckt – bei 0 Fehlalarmen! Ein perfektes Ergebnis – lesen gerne mehr dazu in unserem Blog.

Sie möchten mehr zum Thema Sicherheit und Lösungen für den Krankenhausbetrieb erfahren?

„Hallo, mein Name ist Marcus Lind, als Enterprise Account Manager bei SonicWall bin ich Ihr Ansprechpartner Rund um das Thema Cybersecurity für den Bereich Healthcare. Mit meiner langjährige Erfahrung in der Hardware- und IT-Security Branche sowie im KRITIS Umfeld berate ich Sie gerne hinsichtlich Ihrer individuell Anforderungen im Gesundheitssektor.

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen– schreiben Sie mich gerne per E-Mail an. “

Besuchen Sie unsere SonicWall Website oder tauschen Sie sich gerne auch direkt mit unseren Sicherheitsexperten aus. Gemeinsam unterstützen wir hierbei und schaffen Lösungen, um Ihre Einrichtung maximal vor Angriffen zu schützen!

Martina Duemler
Field Marketing Manager Central Europe | SonicWall
Martina Duemler is based in Germany and part of the Global Field Marketing Team for SonicWall, managing all marketing activities for Central Europe. With a great passion for marketing in all its disciplines she has gained 13+years experience in Marketing, E-Commerce and Sales in various industries.
0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar